(Rhetorische) Fragen, die sich jeder Einzelne selbst stellen muss 


Aus welchen persönlichen (oder ideellen) Motiven zeugen wir bewusst Kinder?

Welche Voraussetzungen sollten wir unseren Kindern bieten können, damit wir ihnen trotz vorenthaltenem „Mitspracherecht“ dennoch mit gutem Gewissen diese Welt zumuten können?

Wie entscheidend für die persönliche und gesellschaftsfähige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sind soziale Kontakte und gesellschaftliche Anerkennung?

Wie müsste Ihrer Ansicht nach die Entwicklung Ihres Kindes gefördert werden, dass es seine Talente unter sozialer Mitverantwortung selbst bestätigend entfalten kann, sodass es sich zu einem selbstbewussten Gesellschaftsmitglied entwickelt?

Wie viel Kind sollten wir Erwachsene uns aufbewahren, um den Reifeprozess unseres Nachwuchses teilnahms- und verständnisvoll begleiten zu können?

Bis zu welchem Maße ist Leistungsansporn grundsätzlich stimulierend für das menschliche Selbstvertrauen, und ab welchem Grad wirkt sich eine unter ständigem Zwang mit gleichzeitiger Existenzangst stehende geistige und körperliche Überforderung nachteilig auf das Individuum und damit für jede Art menschlichen Zusammenlebens aus?

Hat Ihrer Ansicht nach der technische Fortschritt, insbesondere durch seinen zunehmenden (Fertigungs)Automatismus, steigende Mobilitätsrate und nahezu lückenlosen (unpersönlichen) Kommunikationsmöglichkeiten, die Menschen auch menschlich einander näher gebracht?

Welche negativen Folgeerscheinungen, bzw. Gefahren drohen bis zum Extremfall einer (jeden) Gesellschaft, wenn durch übertriebenes Machtgebaren und Profitstreben die gesellschaftliche Balance unter zunehmender sozialer Ausgrenzung verloren geht?

Wie hoch wären die (Schadens)Kosten jenes Szenariums gegenüber eines ausgewogenen sozial verträglichen Wirtschaftsgebarens unter größtmöglicher Teilhabe aller Menschen einzuschätzen?

Wo könnte Ihrer Meinung nach der kritische Punkt zwischen (bedingungslosen) technischem Fortschritt und der daraus entstehenden menschlichen Abwertung liegen, bzw. um wie viel ist uns der Preis des technisch Machbaren mehr wert als der Wert und die Würde des Menschen?

Wie könnte der o. g. technische Fortschritt für alle Menschen (weltweit) eingesetzt werden, dass er zum Nutzen einer friedlichen Koexistenz aller Erdenvölker beitragen kann?

Inwieweit sind wir als von Natur aus streitbares und egoistisches Wesen in der Lage unsere (menschlich wie technisch) selbst zerstörenden Kräfte, durch intelligente und vernünftige Überlebensstrategien zu ersetzen?

Welchen menschlichen, gesellschaftlichen und politischen Einfluss könnten, bzw. sollten wir als intelligentes Wesen ausüben, um ein globaler Paradigmenwechsel menschlichen Zusammenlebens einzuleiten?

 

Die Gretchenfrage

Wie halten wir es mit der Religion der weltlichen Attribute aus Einfühlungsvermögen, Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft als Hoffnungsträger für zukünftige lebensbejahende Kinder, die uns mit ihrem dankbaren Lachen für das Lebensgeschenk belohnen?

 

 

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Weitere (unbequeme) Fragen unter dem Motto:

Geistiges Wachstum ist keine Schande

 

Wieso gibt es eigentlich keinen bedingungslosen existenzsichernden (Grund)Wert für jeden Menschen?

Warum ist unsere Existenz ausschließlich von den subversiven Energien herrschsüchtiger wirtschaftspolitischer Systeme der unterschiedlichsten Klientel abhängig?

Warum ist künstlich geschaffenes und Ressourcen vernichtendes materielles Wachstum (s. Abwrackprämie) zum Überleben höher angesehen als geistiges Wachstum zum Kultivieren des mitmenschlichen Umgangs und gegenseitigem Respekts?

Weshalb wird der Dienst am Menschen überwiegend als unrentabler gewertet als menschenvernichtende Produktionsprozesse mit Disqualifzierungsfaktor?

Warum ist unsere Altersabsicherung von eben diesen beträchtlichen Lohnschwankungen bis unter die Existenzsicherung abhängig?

Müssen wir darüber hinaus unsere Würde und Daseinsberechtigung stetig in Frage stellen lassen, bloß weil wir als ehemalige/r fleißige/r Arbeiter/in und Steuerzahler/in zugunsten gieriger Wirtschaftsunternehmen oft mehrfach unserer Arbeitsstelle beraubt wurden?

Wie verträgt sich das – und insbesondere zu ALGII- und Rentenbeziehern – mit den lebenslangen Bezügen und anderer Privilegien von kurzlebigen Dienstverhältnissen der Parlamentarier incl. Bundespräsident?

Dürfen wir den Bundespräsident deshalb nicht wählen, weil er sich dann moralisch mehr den Befindlichkeiten des Volkes zuwenden müsste und somit als 2. oppositionelle Frontlinie zur Regierungskoalition gefürchtet werden muss?

Müssen wir nicht befürchten, dass Regierende an instabilen Verhältnissen jeglicher Art zumindest interessiert sind, um sich damit die Legitimation für ihre Daseinsberechtigung mit Machtstatus zu sichern?

Macht unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel die „Regierungsarbeit“ deshalb Spaß (so gesagt am 15.07.2012 im Sommerinterview in der Fernsehsendung `Berlin direkt`), weil sie sich nur in Krisen profilieren kann – nach dem Motto: Krisenjahre sind Kanzlerjahre?

Sind auch oppositionelle Parteien nur so lange (scheinbar) besser, bis sie selbst an der Macht sind?

Bekommen wir deshalb von unseren Regierungen durch Verweigerung des Plebiszits einen Maulkorb verpasst, weil sie befürchten müssen, dass wir doch einmal dazulernen und uns – gemäß Goethes` Zitat – am Ende selbst regieren könnten?

Worin liegt die ursächliche Gesetzmäßigkeit, dass auch die (scheinbar) weiterentwickelte Spezies der Marke „Schöpfungskrone“, trotz Bewusstseinsbildung und abgeschlossener Aufklärungsepoche, sich geradezu zwanghaft untertänig allerlei weltlichen sowie geistlichen Mächten unterwerfen will?

Sind daher insbesondere Mannschaftssportveranstaltungen nicht der Beweis dafür, dass wir unserem animalischen Ur-Trieb der Rudelbildung im Gegröle der Nationalhymnen immer noch mehr unterworfen sind, als dem inneren Drang nach Weisheit und Erkenntnis, um daraus die richtigen Antworten auf die globalen Zukunftsfragen zu finden?

Kann man uns aus diesem Grund so leicht verführen und scharenweise wie die Lemminge in Stadien und auf Fanmeilen lenken, damit wir nicht vor den Rathäusern und Parlamenten lautstark unsere vorenthaltenen Rechte einfordern?

Gehört diese altbekannte Art der (Kriegs)Ersatzbefriedigung nicht zum altrömischen Ablenkungsmanöver eines machtversessenen Lobbyismus, um unsere freigeistige Wahrnehmung außer Gefecht zu setzen, damit für uns nachteilige Entscheidungen im Parlament erfolgreich durchgedrückt werden können – wie es mit der jüngsten Verabschiedung des Meldegesetzes während des Fußballspiels Deutschland gegen Italien bei der EM (mit gleichzeitiger Unterbesetzung des Bundestags) zumindest versucht wurde?

Heißt das, dass wir nach der Epoche der Aufklärung mit Hilfe inflationär anwachsender Sportübertragungen und allabendlicher unterhaltener Quizsendungen im intellektuellen Sinne sogar noch dümmer geworden sind?

Haben wir aufgrund dieser Massensuggestion unsere daraus resultierende geistige Bankrotterklärung noch gar nicht mal bewusst realisiert? Können wir das überhaupt noch?

Müssen wir uns letztendlich aufgrund dieser selbstverschuldeten Unmündigkeit (I. Kant) nicht doch zu Recht als die eigentlichen Versager betrachten?

Wäre es nicht sinnvoller, wenn wir uns einem internationalen Wettbewerb (u. a. auch in den Quizveranstaltungen und Talkshows im Fernsehen) für geistiges Wachstum stellen, der zum Ziel hat, alle Menschen als Nutznießer (sprich: Sieger) daraus hervorgehen zu lassen…?

…Oder werden wir damit geistig immer überfordert bleiben?